Gedichte zum Valentinstag

Wir laden dich herzlich zu uns in die Gedichtesammlung auf valentinsblog.de ein und helfen deiner poetischen Ader ein wenig auf die Sprünge!

 

Unser Tipp Nr. 1:

O zarte Sehnsucht, süßes Hoffen,
Der ersten Liebe goldne Zeit!
Das Auge sieht den Himmel offen,
Es schwelgt das Herz in Seligkeit.
O dass sie ewig grünen bliebe,
Die schöne Zeit der jungen Liebe.

(Friedrich von Schiller)

 

Unser Tipp Nr. 2:

Es ist Nacht
und mein Herz kommt zu dir,
hält’s nicht aus,
hält’s nicht aus mehr bei mir.
Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein,
zu dem deinen hinein.
Dort erst,
dort erst kommt es zur Ruh,
liegt am Grund
seines ewigen Du.

(Christian Morgenstern)

 

Unser Tipp Nr. 3:

Mit dir kann ich die Zukunft sehn.
Mit dir kann ich im Leben bestehn.
Du nimmst mir die Angst vor dem Morgen.
Dein Lächeln vertreibt mir alle Sorgen.
Denn du bist wunderbar.
Ich sehe das jeden Tag so klar.

Wenn ich in deine Augen seh‘,
so schwindet all‘ mein Leid und Weh;
doch wenn ich küsse deinen Mund,
so werd‘ ich ganz und gar gesund.

Wenn ich mich lehn‘ an deine Brust,
kommt’s über mich wie Himmelslust:
doch wenn du sprichst: ich liebe dich!
So muß ich weinen bitterlich.

(Heinrich Heine)

 

Unser Tipp Nr. 4:

Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
Vom Meere strahlt;
Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
In Quellen malt.
Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
Der Staub sich hebt;
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
Der Wandrer bebt.
Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
Die Welle steigt.
Im stillen Haine geh ich oft zu lauschen,
Wenn alles schweigt.
Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne,
Du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne
O wärst du da!

(Johann Wolfgang von Goethe)

 

Unser Tipp Nr. 5:

Es ist ein Glück zu wissen, daß du bist,
Von dir zu träumen hohe Wonne ist,
Nach dir sich sehnen macht zum Traum die Zeit,
Bei dir zu sein, ist ganze Seligkeit.

(Otto Julius Bierbaum)

 

Unser Tipp Nr. 6:

Die du bist so schön und rein,
Wunnevolles Magedein,
Deinem Dienste ganz allein
Möcht ich wohl mein Leben weihn.

Deine süßen Äugelein
Glänzen mild wie Mondesschein;
Helle Rosenlichter streun
Deine roten Wängelein.

Und aus deinem Mündchen klein
Blinkts hervor wie Perlenreihn;
Doch den schönsten Edelstein
Hegt dein stiller Busenschrein.

Fromme Minne mag es sein,
Was mir drang ins Herz hinein,
Als ich weiland schaute dein,
Wunnevolles Magedein!

(Heinrich Heine)

 

Unser Tipp Nr. 7:

Liebe schwört allein in Küssen,
Anders ist ihr Wort nicht wahr,
Doch auch ohne selbst zu müssen,
Reicht sie Küsse willig dar:
Einen Kuß an jedem Morgen,
Wenn das Herz vom Schlaf erwacht,
Einen nach des Tages Sorgen,
Tausend Küsse in der Nacht.

(Martin Greif)